Landschaftsschutz

Der Kampf der lokalen Bevölkerung und der Bürgerinitiativen um das "!Landschaftsschutzgebiet Dunkelsteinerwald" geht in die heiße Phase. Demonstrationen vor dem NÖ Landhaus sind in Planung! Wie lange kann LR Pernkopf den Dialog mit den Bürgeinitiativen verweigern?

Abteilung Naturschutz verhindert Naturschutz

Mag. Martin Tschulik von der Abteilung Naturschutz der NÖ Landesregierung lehnt ein „Landschaftsschutzgebiet Dunkelsteinerwald“ weiterhin ab, verhindert somit eigenständige Entwicklung der Region. Bürgerinitiativen fordern nun strengeren Umweltschutz. LR Pernkopf hüllt sich weiterhin in Stillschweigen! Der Kampf der Bevölkerung und der Bürgerinitiativen um das "Landschaftsschutzgebiet" Dunkelsteinerwald" geht in die heiße Phase!

Wie erwartet wurde der längst überfällige Schutz des Dunkelsteinerwalds wiederum selbstherrlich abgelehnt, der Wille der Bevölkerung und der regionalen Tourismusbetriebe brüskiert und der Dunkelsteinerwald für weitere Industrialisierungsversuche freigegeben. Alleine die Tatsache, dass man der sogenannten Abteilung Umweltschutz die relevante Literatur über den Dunkelsteinerwald unter die Nase reiben muss, zeigt deren Desinteresse und Inkompetenz. Diese Abteilung ist ein Etikettenschwindel und den Namen nicht wert den sie trägt, denn die dort agierenden Leute schützen vermutlich eher ihre Posten sowie die Lobbyisten der Industrie, als die Natur. Sie verhindern somit eine eigenständige Entwicklung der Region Dunkelsteinerwald und fördern weitere wirtschaftliche Austrocknung, Bedeutungslosigkeit, Arbeitslosigkeit und Abwanderung. Anstatt ein Ausrufezeichen in der Niederösterreichischen Naturschutzpolitik und Klimaschutz zu setzen, blockiert die Abteilung Naturschutz den Naturschutz für die grüne Lunge der Städte St. Pölten und Krems, den Dunkelsteinerwald.

Diese Entscheidung hat jedoch weit über die Grenzen Niederösterreichs hinaus Bedeutung. Sie beweist einmal mehr, dass wir die Politik nicht mehr den Politikern und deren „Fachleuten“ überlassen dürfen! Sie beweist, wie wichtig es ist, dass eine wache Zivilgesellschaft alle demokratischen Mittel in Bewegung setzen muss, um schützenswerte Gebiete zu bewahren und unseren Nachkommen eine eigenständige wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen. Die Bürgerinitiativen sehen diese Blockadepolitik als Herausforderung, den Dunkelsteinerwald unter einen noch wirksameren Naturschutztitel zu stellen.

Der für Naturschutz zuständige Landesrat für Umwelt, Dr. Stephan Pernkopf, hüllt sich seit Monaten in Schweigen.
Der Kampf der Bevölkerung und der Bürgerinitiativen um das "Landschaftsschutzgebiet" Dunkelsteinerwald" geht in die heiße Phase! Demonstrationen sind in Vorbereitung!
Wie lange kann LR Pernkopf den Dialog mit den Bürgeinitiativen verweigern?

Schriftverkehr mit der Abteilung Naturschutz, NÖ LG bzgl. "Landschaftsschutz für den Dunkelsteinerwald"
> Ablehnung durch die NÖ Naturschutz, 9. Juli 2014 [115 KB]
> Forderung der BI nach Gutachten, 23. Juli 2014 [771 KB]
> Antwort NÖ Naturschutz, Mag. Hiesberger, 11. Aug. 2014 [149 KB]
> Neuerliche Ablehnung durch NÖ Naturschutz, Mag. Tschulik [64 KB] , (undatiert!, eingetroffen Ende Nov. 2014)
> Stelllungnahme der BI, 14. Dez. 2014 [763 KB]
> Antwort NÖ LG, Mag. Tschulik, 13. Jän. 2015 [479 KB]
> Neuerliche Ablehnung durch NÖLG Abteilung Naturschutz, Mag. Tschulik, 26.Feb.2015 [148 KB]

Presseinfo
>
Presseaussendung vom 11. März 2015 [68 KB]

Presseartikel
Streit ums "Landschaftsschutzgebiet Dunkelsteinerwald" geht weiter
>
Tips, März 2015 [392 KB]

VORBEREITUNGSITZUNG FÜR GESPRÄCH MIT LH PRÖLL

BI "Lebenswertes Paudorf" und "Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwaldes" vor Gespräch mit LH Dr. Erwin Pröll!
Die Bürgerinitiativen "Lebenswertes Paudorf" und "Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwaldes" bereiten sich intensiv das lange überfällige Gespräch mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll vor. Deshalb konsultieren sie am 26. Jänner 2015 die Abteilung Umwelttechnik der NÖ Landesregierung und am 28. Jänner Frau Mag. Pechter-Parteder vom Koordinationsdienst /Landesamtsdirektion der NÖ Landesregierung.

28. Jänner 2015
Gespräch der BI mit Frau Mag. Pechter-Parteder
(Landesamtsdirektion-Koordinationsdienst der NÖ LG)
Anwesend:
Mag. Pechter-Parteder (Koordinationsdienst, NÖ LG)
Wolfgang Janisch (BI "Lebenswertes Paudorf")
Walter Kosar (BI "Freundinnen und Freunde des Dunkelsteinerwalds")
Herby Loitsch (BI "Freundinnen und Freunde des Dunkelsteinerwalds")
Themen:
> Naturschutztitel für den gesamten Dunkelsteinerwald
> Erweiterung der Natura 2000-Gebiete im Dunkelsteinerwald,
beginnend mit der "Paudorfer Blase"
> Erweiterung der Pufferzone des Weltkulturerbes Wachau / Göttweig
> Die jahrzehntelange Umweltverschmutzung und Gesundheitsgefährdung durch den Steinbruch Asamer
> Die umstrittenen Lärm-, Staub- und Dreckmessungen
> Der zweifelhafte Gewässerschutz
> Die widersprüchlichen Fachgutachten der Abteilung Umwelttechnik
> Die Untätigkeit der Behörden
Gesprächsverlauf:
Die BI legten - fundiert durch Dokumentationen - die seit Jahrzehnten bestehende Bedrohung der Bevölkerung durch unzumutbare Staub-, Dreck- und Lärmbelastung und Fremdgutdeponien durch den bestehenden Steinbruch Asamer dar.
In diesem Zusammenhang wurden widersprüchliche - sogar durch einen OGH-Spruch widerlegten - Gutachten, zweifelhafte Untersuchungen bei Fremdgutdeponien und Gewässerschutz, fragwürdige Staubmessungen (Messbecher im Gebüsch und unter hohen Fichten), nicht eingehaltene Auflagen bzw. Bescheide sowie die desaströs , fahrlässige Untätigkeit der Behörde, im speziellen der BH Krems kritisiert. Kritisiert wurde auch, dass bei Staubbelastung der Jahresmittelwert zählt. Das verfälscht die Realität, wenn man bedenkt, dass einerseits der Steinbruch manchmal drei Monate nicht arbeitet und andererseits schwer gesundheits-gefährdende Tagesspitzen festgestellt wurden. Janisch (BI Lebenswertes Paudorf): "Die Behörde hat den gesetzmäßigen Auftrag, Anrainer vor unzumutbaren Belästigungen zu schützen. Doch wie kann die BH Krems die Anrainer schützen, wenn sie nicht einmal fähig ist zu messen? Die haben fünfzehn Jahre zugeschaut, ohne eine Staubmessung zu machen!"
Des Weiteren wiesen die Bi auf die historische Chance hin, den Charakter des Dunkelsteinerwalds durch geeignete Schutzmaßnahmen für spätere Generationen zu bewahren. Mit der Förderung ethisch-ökologischer Wirtschafts-, sowie naturnaher Landwirtschaftsbetriebe bliebe somit die Wertschöpfung in der Region.
Forderungen:
Die Umweltbelastungen im Bereich der Firma Asamer müssen gestoppt, und Messungen, Gutachten und Überprüfungen transparent und nachvollziehbar werden. Die zuständigen Behörden müssen - zum Schutze der Bevölkerung - endlich aktiv werden. Der Dunkelsteinerwald muss vor Spekulation und Ausbeutung bewahrt werden. Doch nur durch politischen Weitblick und rechtzeitigem Handeln kann das Ziel erreicht werden, dieses niederösterreichische Naturjuwel zu retten.
Aus all diesen Gründen forderten die BI einen - längst überfälligen - persönlichen Gesprächstermin bei LH Dr. Erwin Pröll.
Fazit:
Frau Mag. Pechter-Parteder sagte zu, dem Landeshauptmann die vielen aufgeworfenen Problemstellungen, im Wesentlichen jedoch folgende drei Punkte vorzulegen:
1) Die Missstände sowie die Unfähigkeit der Behörden
2) Der Schutz des Dunkelsteinerwaldes
3) Die Anregung der Erweiterung des UNESCO Schutzgebietes
Weiters sagte sie zu, sich für einen baldigen Gesprächstermin der BI beim Landeshauptmann zu einzusetzen
Kommunikation mit der NÖ LG
>
Gesamte Kommunikation mit der NÖ Landesregierung

NEUERLICHE PRÜFUNG FÜR lANDSCHAFTSSCHUTZ

2015 erfolgt neuerliche Prüfung!
Die Hartnäckigkeit der Bürgerinitaiven und der Bevölkerung zeigt Wirkung.
Im neuesten Schreiben der Naturschutzabteilung der NÖ Landesregierung vom 13. Jänner 2015 [479 KB] wird eine weitere Prüfung der Forderung nach "Landschaftsschutz für den Dunkelsteinerwald " zugesagt!

Schriftverkehr mit der Abteilung Naturschutz, NÖ LG bzgl. "Landschaftsschutz für den Dunkelsteinerwald"
> Ablehnung durch die NÖ Naturschutz, 9. Juli 2014 [115 KB]
> Forderung der BI nach Gutachten, 23. Juli 2014 [771 KB]
> Antwort NÖ Naturschutz, Mag. Hiesberger, 11. Aug. 2014 [149 KB]
> Neuerliche Ablehnung durch NÖ Naturschutz, Mag. Tschulik [64 KB] , (undatiert!, eingetroffen Ende Nov. 2014)
> Stelllungnahme der BI, 14. Dez. 2014 [763 KB]
> Antwort NÖ LG, Mag. Tschulik, 13. Jän. 2015 [479 KB]
> Neuerliche Ablehnung durch NÖLG Abteilung Naturschutz, Mag. Tschulik, 26.Feb.2015 [148 KB]

Zwischenbericht des NÖ Umweltanwalts aus dem Büro Pernkopf
Von: Hansmann Thomas [mailto:Thomas.Hansmann@noel.gv.at]
Gesendet: Dienstag, 20. Jänner 2015 17:28
An: Walter Kosar
Betreff: Post von der NÖ Umweltanwaltschaft
Sehr geehrter Herr Kosar,
ich habe vom Büro LR Dr. Pernkopf die Mitteilung erhalten, dass ein Termin beim Landesrat so lange als nicht zielführend erscheint, als sowohl die Abteilung von Mag. Tschulik als auch die zuständigen Amtssachverständigen dabei sind, von Ihnen genannte Informationsquellen im Hinblick auf deren Bedeutsamkeit auf die bisherige fachliche Sichtweise zu überprüfen.
Dies gilt es demnach abzuwarten. Ich stehe Ihnen selbstverständlich weiterhin gerne zwecks Austausch zur Verfügung.
Mit herzlichen Grüßen,
Tom Hansmann
Mag. Tom Hansmann, MAS
Leiter der NÖ Umweltanwaltschaft/NÖ Umweltanwalt
Tor zum Landhaus, Stiege B, 5. OG
Wiener Straße 54
3109 Sankt Pölten
Tel. 02742/9005-12972
mailto:thomas.hansmann@noel.gv.at

NÖ Naturschutzabteilung gegen Landschaftsschutz

Bürgerinitiativen fordern Gutachten und Unterlagen

MANGELNDER POLITISCHER WILLE DER NÖ NATURSCHUTZABTEILUNG WIRD UNERTRÄGLICH
Naturschutzabteilung des Landes NÖ lehnt „Landschaftsschutzgebiet Dunkelsteinerwald” mit fadenscheiniger Begründung ab, ignoriert Forderungen nach Gutachten und setzt die Verzögerungstaktik fort.
Es ist eine Beleidigung für die Bewohner/innen des Dunkelsteinerwalds und die Autor/innen unzähliger Fachbücher, mit welchen Argumenten die "Abteilung Naturschutz der NÖ Landesregierung" das von Bürgerinitiativen geforderte "Landschaftsschutzgebiet Dunkelsteinerwald" seit Jahren ablehnt. Anstatt die Natur und somit den Dunkelsteinerwald zu schützen, schützt die Abteilung Naturschutz - so scheint es - nur sich selbst und andere "meist profitablere" Interessen. Selbst die EU fordert die Verdoppelung der Naturerhaltungsgebiete und droht Österreich bereits mit einer Millionenklage, doch in NÖ gehen die Uhren (noch) anders. Die Bürgerinitiativen fordern nunmehr die rasche Übermittlung der im Ablehnungsschreiben zitierten Gutachten sowie die rasche Durchführung von bisher unterlassenen Untersuchungen bezüglich der Funktionen „Örtliches Naherholungsgebiet“ und „Regionale Fremdenverkehrsfunktion".

Plötzlich gibt es keine Gutachten
Pikanterweise begründete die Abteilung Naturschutz - unter Leitung von Mag. Tschulik und Mag. Hiesberger - ihre Ablehnung u. a. auf diese nicht existierenden Untersuchungen! Mag. Hiesberger bezieht sich in seinem aktuellen Schreiben vom 11. August 2014 auf diese Untersuchungen ("tourismuswirtschaftliche Studien"), ignoriert jedoch die Forderung nach den angeblich existierenden Gutachten und kündigt eine "ehest mögliche abschließende Beantwortung" (!) an. Ob der offensichtliche Wunsch der Abteilung Naturschutz, das lästige Thema "Landschaftsschutzgebiet Dunkelsteinerwald" möglichst bald abzuschließen gelingt, wird sich weisen. Im aktuellen Schreiben der NÖ Naturschutzabteilung, [64 KB] teilt Mag. Tschulik recht umständlich mit, dass es, entgegen zum Brief vom 9. Juli 2014 [115 KB] , plötzlich keine Gutachten gibt. Doch die Bürgerinitiaiven nehmen Stellung [763 KB] .

2015 erfolgt neuerliche Prüfung!
Die Hartnäckigkeit der Bürgerinitaiven zeigt Wirkung.
Im neuesten Schreiben der Naturschutzabteilung der NÖ Landesregierung vom 13. Jänner 2015 [479 KB] wird eine weitere Prüfung der Forderung nach "Landschaftsschutz für den Dunkelsteinerwald " zugesagt!

Schriftverkehr mit der Abteilung Naturschutz, NÖ LG bzgl. "landschaftsschutz für den Dunkelsteinerwald"
> Ablehnung durch die NÖ Naturschutz, 9. Juli 2014 [115 KB]
> Forderung der BI nach Gutachten, 23. Juli 2014 [771 KB]
> Antwort NÖ Naturschutz, Mag. Hiesberger, 11. Aug. 2014 [149 KB]
> Neuerliche Ablehnung durch NÖ Naturschutz, Mag. Tschulik [64 KB] , (undatiert!, eingetroffen Ende Nov. 2014)
> Stelllungnahme der BI, 14. Dez. 2014 [763 KB]
> Antwort NÖ LG, Mag. Tschulik, 13. Jän. 2015 [479 KB]

Im Sinne der Transparenz und Seriosität fordern die Bürgerinitiativen "Lebenswertes Paudorf" und "Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds" - gemäß dem Umweltinformationsgesetz - die rasche Übermittlung folgender Unterlagen:
1) Gutachten des „Amtssachverständigendienstes für Naturschutz“.
2) Gutachten des „externen Sachverständigen für Landschaftsplanung, Raumplanung und Naturschutz“.
3) Die Abteilung Naturschutz der NÖ Landesregierung begründet die Ablehnung u.a. damit, dass die Notwendigkeit eines Landschaftsschutzgebietes Dunkelsteinerwald als „Erholungsraum oder für den Fremdenverkehr besonders relevantes Gebiet anhand der vorliegenden Sachlage nicht ableitbar ist.“. Da im Ablehnungsschreiben der Abteilung Naturschutz jedoch explizit darauf hingewiesen wird, dass seitens der Abt. Raumordnung und Regionalpolitik gar keine fundierten und eingehenden Untersuchungen bezüglich der Funktionen „Örtliches Naherholungsgebiet“ und „Regionale Fremdenverkehrsfunktion“ vorliegen, fordern die BI, diese Untersuchungen rasch nachzuholen und ein diesbezügliches Gutachten zu übermitteln.

Nach Vorliegen von fundierten und eingehenden Untersuchungen seitens der Abt. Raumordnung und Regionalpolitik
bezüglich der Funktionen „Örtliches Naherholungsgebiet“ und „Regionale Fremdenverkehrsfunktion“, fordern die BI eine neuerliche Prüfung der Causa „Landschaftsschutzgebiet Dunkelsteinerwald“ unter Berücksichtigung der neuen Erkenntnisse. Bevor dieser neue Sachverhalt nicht berücksichtigt wurde und den BI die geforderten Unterlagen nicht vorliegen, sehen die BI die Ablehnung des „Landschaftsschutzgebietes Dunkelsteinerwald“ als mangelhaft recherchiert, nicht fundiert und deshalb als irrelevant an.

PRESSECORNER
> Presseaussendung vom 27. Juli 2014 [57 KB]
> Presseaussendung vom 29. Nov. 2014 [29 KB] NÖN, 28. Juli 2014 [449 KB]
Kommunikationsarchiv

> Gesamte Kommunikation mit der NÖ Landesregierung
Protestieren Sie bei den
>
Verantwortlichen

 

Steiniger Weg zum Landschaftsschutz

"Landschaftsschutzgebiet Dunkelsteinerwald", JETZT!

Ergebnislose Verhandungen in der NÖ-Naturschutzabteilung
Nach ergebnislosen Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Abteilung Naturschutz der NÖ Landesregierung, Mag. Martin Tschulik und Mag. Karl Hiesberger, ist der am 2. Oktober 2012 von Landesrat Dr. Pernkopf zugesagte zweite Gesprächstermin [93 KB] wichtiger denn je. LR Pernkopf versprach den Vetretern der BI "Lebenswertes Paudorf" und "Freunde und Freundinnenn des Dunkelsteinerwalds" bei diesem Erstgespräch per Handschlag, die Ergebnisse der Landschaftsschutzprüfung für den Dunkesteinerwald persönlich, also "face to face" mitzuteilen. Im Vorfeld der nochmaligen Überprüfung der Causa "Landschaftsschutz für den Dunkelsteinerwald" übersandten die BI die mit neuen Aspekten erweiterte, wissenschaftlich fundierte Studie "DIE NUTZ-, SCHUTZ- UND ERHOLUNGSFUNKTION SOWIE DIE BIOLOGISCHE VIELFALT DES DUNKELSTEINERWALDES" [3.056 KB] .

Schriftliche Urgenzen an LR Pernkopf um Gesprächstermin

20. Juni 2013
>
Erste Urgenz an LR Dr. Stephan Pernkopf [245 KB]
16. September
>
Zweite Urgenz an LR Dr. Stephan Pernkopf [228 KB]
7. Oktober
> Schreiben inkl. Studie [247 KB] + Erweiterte Studie zur Biodiversität Dunkelsteinerwald [3.056 KB]

Kommunikationsarchiv
> Aktuelle Kommunikation mit der NÖ Landesregierung

Während die Bevölkerung um den Schutz des Dunkelsteinerwaldes kämpft, sieht die NÖ-Naturschutzabteilung wenig Handlungsbedarf

Es ist schon seltsam in unserer verkehrten Welt. Die Bevölkerung des Dunkelsteinerwalds kämpft gemeinsam mit verschiedenen Bürgerinitiativen seit Jahren um den Schutz ihrer Landschaft, ihres Waldes und dessen Biodiversität, doch die NÖ-Naturschutzabteilung ziert sich und zögert den höchst überfälligen Landschaftschutz für den Dunkesteinerwald weiter hinaus. Warum sich eine Naturschutzabteilung nicht für Naturschutz einsetzt, lässt viele Interpretationen zu. Es fehlt offensichtlich an weisungsfreien, mutigen Politikern und Forstleuten, wie zum Beispiel Leopold Hufnagl:
Leopold Hufnagl - Ein visionärer Förster aus dem Dunkesteinerwald
"Die Abteilungen 38 und 39 sollen als Urwald bewahrt bleiben, daher ist hier jedwede Nutzung ausgeschlossen" (Dr. Leopold Hufnagl). Mutige und visionäre Forstleute wie ihn vermissen wir heute sehr. Während die meisten Großwaldeigentümer im Wald nur mehr eine Geldmaschine sehen, hatte der Förster, Dr. Leopold Hufnagl, bereits vor 120 Jahren eine ganz andere Vision. Hufnagl hat sich als Forstmann im Dunkelsteinerwald “seine ersten Sporen verdient”, kam dann in die Gottschee, wo er (als einziger) die Besonderheit des Karstwaldes erkannte - und unter Schutz stellte. In Österreich vergessen, wurde 2013 in Slowenien 120 Jahre Hufnagl gefeiert!
> Gottscheer Zeitung, Juli 2012 [828 KB]

 

NÖ LANDESRAT PERNKOPF PRÜFT LANDSCHAFTSSCHUTZ

LR PERNKOPF PRÜFT „LANDSCHAFTSSCHUTZ FÜR DUNKELSTEINERWALD“
2. Okt. 2012, Erstes Gespräch der Bürgerinitiativen mit NÖ Landesrat Dr. Stephan Pernkopf stärkt Hoffnung auf schrittweisen Landschaftsschutz für das Naturjuwel Dunkelsteinerwald. Die „Paudorfer Blase“ sollte – als vertrauensbildendes Zeichen - der erste Schritt sein.

„An dem brauchen Sie nicht zu zweifeln, die Umwidmung hat nicht stattgefunden, wird nicht stattfinden und wir schauen uns das jetzt mit dem Landschaftsschutzgebiet an. Das ist meine klare Aussage.“
(NÖ Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, am 2. Oktober 2012)

Das erste Gespräch der BI „Lebenswertes Paudorf“ und „Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds“ mit dem NÖ Landesrat für Umwelt und Energie, Dr. Stephan Pernkopf, am 2. Oktober 2012, überraschte positiv. Die BI beantragten mündlich die schrittweise Einführung des Landschaftsschutztitels für den Dunkelsteinerwald und untermauerten ihr Anliegen mit einer aktuellen wissenschaftlichen Studie, einer Petition, dem Manifest für den Dunkelsteinerwald und einer dicken Mappe mit gesammelten Unterschriftenlisten der letzten Jahre. Nachdem der NÖ Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bereits im Jahr 2011 garantierte, den bedrohten Hörfarthgraben im Dunkelsteinerwald nicht gegen den Willen der Gemeinde Paudorf in ein "Abbaugebiet für mineralogische Rohstoffe" umzuwidmen, sollte im ersten Schritt die - für das gescheiterte Steinbruchprojekt vom Natura-2000-Gebiet herausgeschnittene – "Paudorfer Blase“ [658 KB] - im Gemeindegebiet Paudorf unter Landschaftsschutz gestellt werden.

Im zweiten Schritt sollte der – ursprünglich von ineffizienten Windkraftwerken bedrohte – „Dunkelsteinerwald im Bereich des Dunkelsteins“ ebenfalls unter Landschaftsschutz gestellt werden. Im nächsten Schritt sollte der „gesamte Dunkelsteinerwald“ mit diesem Titel geschützt werden. Teile des Dunkelsteinerwalds befinden sich bereits im Landschaftsschutzgebiet, doch die Gemeinden Paudorf, Karlstetten, Hafnerbach und Neidling sind noch ausgegrenzt.

Parallel dazu sollten die "Förderung ethisch-ökologischer Wirtschafts- sowie naturnaher Landwirtschaftsbetriebe" sowie die Ernennung der Region zum "Weltkulturerbe Dunkelsteinerwald" erfolgen. Umweltlandesrat Pernkopf zeigte sich konzentriert, glaubwürdig und interessiert. Er sicherte den Bürgerinitiativen eine ernsthafte Prüfung Ihres Antrages sowie einen neuerlichen Gesprächstermin zu.

Anwesende
Landesrat Dr. Stephan Pernkopf
Ing. Johann Watschka
Bezirkshauptfrau Dr. Elfriede Mayrhofer
DI Jürgen Maier
Dr. Eva Maria Katholnig (Biologin)
Wolfgang Janisch (BI „Lebenswertes Paudorf“)
Walter Kosar (BI „Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds“)
Herbert Loitsch (BI „Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds“)

PRESSE
> NÖN, KW42 2012 [598 KB]

Pernkopf: Arbeiten am Erhalt unserer Naturschätze
Artenvielfalt und Ökosysteme im Winter schützen
> OTS vom 10. Feb. 2014